Lisa Bingenheimer machte kürzlich in einem Artikel in der FAZ (“Skandal! Was für ein Skandal?”, FAZ v. 21.4.2012, S. 35, frdl. Hinweis von Ernst Haiger, Berlin) auf ungeklärte Fälschungsfälle in den USA aufmerksam. Hier soll es falsche Rothkos, Motherwells und Pollocks auf dem Markt und in ominösen Sammlungen geben. Eine Vermittlungsrolle hätte in dem Fall eines unter Verdacht stehenden Werks, das mit Pollock” signiert ist, die mexkanischen Kunsthändler Glafira R. und José Carlos B. gespielt. Dabei kam zutage, daß die “dedalus Foundation”, die weltweit für Echtheitsbestätigungen Robert Motherwells zuständig ist, die Glafira R.-Werke als Fälschungen bewertete (FAZ v. 23.7.2011). Der von Glafira R. als Sammlerquelle angegebene John Gerzso hat seine Beteiligung allerdings bestritten. Das FBI hat seine Ermittlungen zu rund einem Dutzend strittiger Werke noch nicht abgeschlossen. Klagen von Pierre Lagrange und De Sole laufen derzeit auch gegen die alteingesessene New Yorker Galerie Knoedler.