ICOM Deutschland ist jetzt ein Verein
Auf der Mitgliederversammlung von ICOM Deutschland am 22.6.2012 im österreichischen Wollfurt anläßlich der Bodensee-Tagung (Wir kommen auf sie zurück) wurde die neue Satzung von ICOM Deutschland e.V. angenommen.
Die GENOSSENSCHAFT NETZWERK KULTURGUT ist jetzt ein Verein
Im Februar 2012 wurde unter Beteiligung renommierter Fachleute in der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin das Netzwerk Kulturgut e.V. in Nachfolge der Genossenschaft Netzwerk Kulturgut gegründet. Das Netzwerk Kulturgut e.V. ist die innovative Plattform für den multidisziplinären Gedankenaustausch zum Thema Kulturguterhaltung. Sich schnell und qualitätvoll mit Fachkollegen austauschen zu können, bedeutet zielgerichteter und innovativer arbeiten und entscheiden zu können, weil man das Wissen und die Erfahrung anderer in die eigenen Ideen einbinden kann. Die vom Netzwerk Kulturgut e.V. betriebene Internetplattform ermöglicht einen kreativen Meinungs- und Informationsaustausch zwischen Restauratoren, Archäologen, Kunst- und Kulturwissenschaftlern, Bauforschern, Architekten, Naturwissenschaftlern, Kulturschaffenden und allen an der Erhaltung von Kulturgut Interessierten. Das Netzwerk Kulturgut e.V. soll auch dazu dienen, Projektideen zu entwickeln und Konferenzen und Tagungen durchzuführen, die sich dem Schutz und der Bewahrung europäischer Kulturgüter widmen.
Im nationalen und internationalen Kontext ist das Netzwerk Kulturgut e.V. eine konstruktive Antwort auf die Frage, wie die gemeinsamen fachlichen Anliegen der unter immer größerem Wettbewerbs- und Zeitdruck stehenden Berufsgruppen im Kulturguterhalt angesichts fortschreitender Deregulierung in Zukunft angemessen unterstützt und öffentlich dargestellt werden können. Das Netzwerk Kulturgut ist als Zusammenschluß aller in der Erhaltung von Kulturgut tätigen Berufsgruppen gedacht - ungeachtet der formalen Qualifikationen der einzelnen Mitglieder – um einen hochqualifizierten, fachübergreifenden Gedanken- und Informationsaustausch zu fördern. Das Netzwerk ist offen für alle, deren Arbeits- oder Projektziele in Bezug zur Erhaltung von Kulturgut stehen oder deren Tätigkeit im weitesten Sinn auf die Erforschung diesbezüglicher Möglichkeiten, Materialien und Methoden ausgerichtet ist. Im Netzwerk sollen interdisziplinär und überregional Kompetenzen und Beziehungen gebündelt werden, welche die verschiedenen, an der Kulturguterhaltung beteiligten Fachbereiche in den Geistes-, Technik- und Naturwissenschaften oder im Handwerk repräsentieren. Dabei wird das Bekenntnis zu einer qualitativ hochwertigen und nachhaltigen Bewahrung und Pflege des nationalen, europäischen und internationalen Kulturguts als gemeinsame Basis vorausgesetzt. Vor diesem Hintergrund sollen alle Berufsgruppen und Aktive gefördert und unterstützt werden, die den Erhalt und den Schutz von Kulturgut zu ihrer Sache gemacht haben. Hierzu zählen u.a. Archäologen, Architekten, Archivare, Denkmalpfleger und Denkmalpflegeassistenten, Grabungstechniker, in der Erhaltung von Kulturgut spezialisierte Handwerker, Kulturwissenschaftler, Kunsthistoriker, Museumswissenschaftler, Naturwissenschaftler, Präparatoren, Restauratoren, Sammlungsverwalter, u.v.a.m. Mit Hilfe der vereinseigenen Internetplattform sollen die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen der einzelnen Mitglieder durch eine persönliche Vernetzung unterstützt und die Bildung von berufsspezifischen und fachspezifischen Gesprächsforen angeregt werden. Dieser Austausch ermöglicht den Mitgliedern den Aufbau eines individuell motivierten und gestalteten Fachaustausch mit ausgesuchten Kollegen in der Region, deutschlandweit und international. Nur wer erfährt, welche Entwicklungen sich künftig abzeichnen, wird eigene Wege entwickeln können, um international konkurrenz- und zukunftsfähig zu bleiben. Darüber hinaus haben Projekte zur Erhaltung von Kulturgut immer häufiger eine multidisziplinäre Ausrichtung. Zunehmend wichtiger wird auch die Erhaltung von Groß- und Komposit-Objekten, sowie die Sicherung und Behandlung von rezenten Materialien. Es stehen also Aufgaben und Herausforderungen an Mensch und Material an, die nicht länger im Alleingang zu lösen sind. Deshalb heißen wir im Netzwerk Studierende oder Graduierte ebenso willkommen wie erfahrene Berufspraktiker. Die jungen Berufsangehörigen bestimmen in Zukunft die Qualität der Kulturguterhaltung und deren gesellschaftliche Wertstellung. Deshalb sollen sie die Ziele des Netzwerks von Anfang an mitbestimmen und sich aktiv an Entscheidungsprozessen beteiligen. Von den Netzwerkkontakten zu berufserfahreneren Mitgliedern können sie während der Ausbildung und beim Start ins Berufsleben profitieren und somit einen schnellen und unkomplizierten Fachaustausch als selbstverständlichen Mehrwert ihrer Netzwerkmitgliedschaft genießen. Dabei regelt allein das Interesse am Thema den Zugang zur Mitgliedschaft, die für Einzelpersonen 40€ und für Studenten 20€ pro Jahr beträgt.
Näheres dazu in der Juni-Ausgabe von MUSEUM AKTUELL (ET: 20.7.2012)
NETZWERK BÜRGERSCHAFTLICHES ENGAGEMENT IM MUSEUM wurde aufgelöst
Das im Jahr 2006 von Dr. Udo Liebelt (Karlsruhe) ins Leben gerufene und zusammen mit Dr. Toby Alexandra Hentschel (Hamburg) aufgebaute Projekt „Netzwerk Bürgerschaftliches Engagement im Museum“ (www.netbem.eu) beendet seine Tätigkeit. Wegen beruflicher Belastung der Mitglieder im Team, auch wegen finanzieller Probleme, kann das Projekt nicht fortgesetzt werden. Das Archiv des vom Netzwerk herausgegebenen netbem.eu Newsletter, dessen letzte Ausgabe (Nr. 19) im März 2011 erschien, kann bis Ende Juli d.J. eingesehen und herunter geladen werden: www.netbem.eu/Newsletter/Archiv.