Kulturstiftung der Länder bewilligt neuerlich hohe AnkaufsetatsFriday, 29. June 2012
Unter Vorsitz des Stiftungsratsvorsitzenden, Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig und der Ministerin für Justiz, Kultur und Europa Anke Spoorendonk, hat der Stiftungsrat der Kulturstiftung der Länder auf seiner 47. Sitzung am 27. Juni 2012 in der Staatskanzlei in Kiel die Sicherung und Bewahrung herausragender Zeugnisse unseres Kulturerbes entschieden. Darunter befinden sich national wertvolle Werke und Werkkonvolute von der Renaissance bis hin zur zeitgenössischen Kunst. Zu den beschlossenen Förderungen gehört unter anderem der Ankauf von vier Altarflügeln mit Szenen aus dem Leben der heiligen Agathe des süddeutschen Renaissance-Malers Jörg Greimolt für das Stadtmuseum Weilheim. Der seit dem 19. Jahrhundert bis heute verschollene „Agathenzyklus“ gilt als Schlüsselwerk des um 1485/90 in Weilheim geborenen und dort um 1541 verstorbenen Künstlers. Der Erwerb der vier Bilder bedeutet einen sensationellen Zugewinn für das Stadtmuseum Weilheim, das somit das komplette bisher bekannte Gesamtwerk Greimolts an dessen Heimatort präsentieren kann. Duisburger_innen rufen zur Reinigung der Skulpturen im Kant-Park auf: "Wishmob für ARTgerechte Haltung" (14. Juli 2012)Thursday, 28. June 2012
Aus diesem Grund findet am 14. Juli 2012 eine Reinigung der Skulpturen statt, organisiert von Duisburger Bürger_innen. Hervorgegangen ist diese Idee aus einer Facebook-Initiative zur Restaurierung des Wasserbeckens auf dem Skulpturenhof. Wie schon beim "Flashmob" für die Kniende im Herbst 2011, bei dem weit über 100 Duisburger_innen auf dem König-Heinrich-Platz in Pose der weltberühmten Skulptur Lehmbrucks verharrten, haben sich auch in diesem Fall Unterstützer_innen des Museums organisiert und rufen, unter anderem über das Internet, zum "Wishmob" auf. Durchgeführt wird diese Aktion gemeinsam mit Mitarbeiter_innen des LehmbruckMuseums. "Kunst braucht ARTgerechte Haltung!", schreiben die Organisa tor_innen in ihrer Ankündigung auf Facebook. "Im Kant-Park gelingt dies schon ganz gut. Nur leider ist die dort vorhandene Kunst oftmals verschmutzt, sei es durch Umwelteinflüsse oder durch Menschen, die meinen, sich verewigen zu müssen." Zur Motivation für ihren Aufruf heißt es dort weiter: "Weil wir unseren Kant-Park und die darin enthaltene Kunst lieben und sie ins beste Licht rücken wollen, damit wir alle Freude daran haben, in diesem Park zu verweilen." Für Raimund Stecker, Direktor des LehmbruckMuseums, ist diese Initiative ein Glücksfall: "Ich kann nur danken für dieses bürgerschaftliche Engagement einer Gruppe von Duisburger_innen, die sich offensichtlich sehr mit dem LehmbruckMuseum identifizieren. Besonders freue ich mich, dass darunter solche sind, die bis vor einiger Zeit nicht zum Stammpublikum zählten. Wir sehen: Neue Kommunikationsmedien und das Interesse am Original können wunderbar Hand in Hand gehen." Alle Duisburger_innen, die sich an dieser Aktion beteiligen möchten, treffen sich am 14. Juli 2012 um 12 Uhr am Haupteingang des Museums. Putzmaterialien werden vom LehmbruckMuseum gestellt, zudem bereiten die Restaurator_innen des Hauses für alle Kunstwerke "Pflegehinweise" vor, um den verschiedenen Materialien und Erhaltungszuständen der Arbeiten gerecht zu werden. Darüber hinaus sorgt die plastikBAR für Verpflegung und jede_r Teilnehmer_in erhält einen Button als kleines Dankeschön. Foto: Kant Park, "Würfelkonstruktion" von Alf Lechner Weitere Informationen zum "Wishmob" finden Sie auf der Facebook-Seite der Veranstaltung (http://www.facebook.com/events/365532670175422/381218568606832) oder auf flash-mob.de: http://www.flash-mob.de/nordrhein-westfalen/wishmob-fur-artgerechte-haltung-14-7-12-00-uhr-duisburg-t2679.html. Rückblick: Tagung des Museumsverbandes Schleswig-Holstein und Hamburg in NorderstedtTuesday, 26. June 2012
Im Feuerwehrmuseum Schleswig-Holstein und im Stadtmuseum Norderstedt tagten am 25. Juni 2012 die Mitglieder des Anfang des Jahres neu entstandenen Museumsverbandes Schleswig-Holstein und Hamburg. Schon vor acht Jahren war Norderstedt Gastgeber für den Museumsverband Schleswig-Holstein. Der Museumsverband ist der Interessensvertreter für die Museen und Sammlungen in beiden Bundesländern. Er fördert die Zusammenarbeit zwischen den Museen und bildet seine Mitglieder auf Tagungen weiter. Stadtpräsidentin Kathrin Oehme und der Vorsitzende des Museumsverbandes Prof. Dr. Henning Wolf begrüßten rund 60 Tagungsteilnehmer aus verschiedenen Norddeutschen Museen. Auf dem Tagungsprogramm standen fünf hochkarätige Vorträge, die sich mit den Standpunkten und Plänen für die Neukonzeption von Dauerausstellungen beschäftigten. In der anschließenden Mitgliederversammlung wählten die Mitglieder einen neuen Vorstand und beschlossen eine neue Satzung. Von den großen Veränderungen im Bereich der Schausammlung des Feuerwehrmuseums Schleswig-Holstein konnten sich die Teilnehmer der Tagung während eines Rundgangs mit dem Museumsleiter Dr. Hajo Brandenburg überzeugen. Ein Highlight ist die neue Dauerausstellung zur Kulturgeschichte des Feuers. Im Stadtmuseum Norderstedt stellte Museumsleiter Dr. Manfred von Essen die Fortschritte in der Präsentation der Schausammlung vor, die von den Tagungsteilnehmern mit großem Interesse aufgenommen wurden. Die Tagungsteilnehmer waren von der sehr guten Organisation und dem vorzüglichen Essen im Museumsrestaurant „Kneipe im Museum“ begeistert. Die Mitglieder des Museumsverbandes konnten in angenehmer Atmosphäre ihr Fachwissen vertiefen und neue Kontakte zwischen den Museen knüpfen. Foto: Peter Lienau Nachrichten zu drei NetzwerkenTuesday, 26. June 2012ICOM Deutschland ist jetzt ein Verein Auf der Mitgliederversammlung von ICOM Deutschland am 22.6.2012 im österreichischen Wollfurt anläßlich der Bodensee-Tagung (Wir kommen auf sie zurück) wurde die neue Satzung von ICOM Deutschland e.V. angenommen. Die GENOSSENSCHAFT NETZWERK KULTURGUT ist jetzt ein Verein Im Februar 2012 wurde unter Beteiligung renommierter Fachleute in der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin das Netzwerk Kulturgut e.V. in Nachfolge der Genossenschaft Netzwerk Kulturgut gegründet. Das Netzwerk Kulturgut e.V. ist die innovative Plattform für den multidisziplinären Gedankenaustausch zum Thema Kulturguterhaltung. Sich schnell und qualitätvoll mit Fachkollegen austauschen zu können, bedeutet zielgerichteter und innovativer arbeiten und entscheiden zu können, weil man das Wissen und die Erfahrung anderer in die eigenen Ideen einbinden kann. Die vom Netzwerk Kulturgut e.V. betriebene Internetplattform ermöglicht einen kreativen Meinungs- und Informationsaustausch zwischen Restauratoren, Archäologen, Kunst- und Kulturwissenschaftlern, Bauforschern, Architekten, Naturwissenschaftlern, Kulturschaffenden und allen an der Erhaltung von Kulturgut Interessierten. Das Netzwerk Kulturgut e.V. soll auch dazu dienen, Projektideen zu entwickeln und Konferenzen und Tagungen durchzuführen, die sich dem Schutz und der Bewahrung europäischer Kulturgüter widmen. Im nationalen und internationalen Kontext ist das Netzwerk Kulturgut e.V. eine konstruktive Antwort auf die Frage, wie die gemeinsamen fachlichen Anliegen der unter immer größerem Wettbewerbs- und Zeitdruck stehenden Berufsgruppen im Kulturguterhalt angesichts fortschreitender Deregulierung in Zukunft angemessen unterstützt und öffentlich dargestellt werden können. Das Netzwerk Kulturgut ist als Zusammenschluß aller in der Erhaltung von Kulturgut tätigen Berufsgruppen gedacht - ungeachtet der formalen Qualifikationen der einzelnen Mitglieder – um einen hochqualifizierten, fachübergreifenden Gedanken- und Informationsaustausch zu fördern. Das Netzwerk ist offen für alle, deren Arbeits- oder Projektziele in Bezug zur Erhaltung von Kulturgut stehen oder deren Tätigkeit im weitesten Sinn auf die Erforschung diesbezüglicher Möglichkeiten, Materialien und Methoden ausgerichtet ist. Im Netzwerk sollen interdisziplinär und überregional Kompetenzen und Beziehungen gebündelt werden, welche die verschiedenen, an der Kulturguterhaltung beteiligten Fachbereiche in den Geistes-, Technik- und Naturwissenschaften oder im Handwerk repräsentieren. Dabei wird das Bekenntnis zu einer qualitativ hochwertigen und nachhaltigen Bewahrung und Pflege des nationalen, europäischen und internationalen Kulturguts als gemeinsame Basis vorausgesetzt. Vor diesem Hintergrund sollen alle Berufsgruppen und Aktive gefördert und unterstützt werden, die den Erhalt und den Schutz von Kulturgut zu ihrer Sache gemacht haben. Hierzu zählen u.a. Archäologen, Architekten, Archivare, Denkmalpfleger und Denkmalpflegeassistenten, Grabungstechniker, in der Erhaltung von Kulturgut spezialisierte Handwerker, Kulturwissenschaftler, Kunsthistoriker, Museumswissenschaftler, Naturwissenschaftler, Präparatoren, Restauratoren, Sammlungsverwalter, u.v.a.m. Mit Hilfe der vereinseigenen Internetplattform sollen die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen der einzelnen Mitglieder durch eine persönliche Vernetzung unterstützt und die Bildung von berufsspezifischen und fachspezifischen Gesprächsforen angeregt werden. Dieser Austausch ermöglicht den Mitgliedern den Aufbau eines individuell motivierten und gestalteten Fachaustausch mit ausgesuchten Kollegen in der Region, deutschlandweit und international. Nur wer erfährt, welche Entwicklungen sich künftig abzeichnen, wird eigene Wege entwickeln können, um international konkurrenz- und zukunftsfähig zu bleiben. Darüber hinaus haben Projekte zur Erhaltung von Kulturgut immer häufiger eine multidisziplinäre Ausrichtung. Zunehmend wichtiger wird auch die Erhaltung von Groß- und Komposit-Objekten, sowie die Sicherung und Behandlung von rezenten Materialien. Es stehen also Aufgaben und Herausforderungen an Mensch und Material an, die nicht länger im Alleingang zu lösen sind. Deshalb heißen wir im Netzwerk Studierende oder Graduierte ebenso willkommen wie erfahrene Berufspraktiker. Die jungen Berufsangehörigen bestimmen in Zukunft die Qualität der Kulturguterhaltung und deren gesellschaftliche Wertstellung. Deshalb sollen sie die Ziele des Netzwerks von Anfang an mitbestimmen und sich aktiv an Entscheidungsprozessen beteiligen. Von den Netzwerkkontakten zu berufserfahreneren Mitgliedern können sie während der Ausbildung und beim Start ins Berufsleben profitieren und somit einen schnellen und unkomplizierten Fachaustausch als selbstverständlichen Mehrwert ihrer Netzwerkmitgliedschaft genießen. Dabei regelt allein das Interesse am Thema den Zugang zur Mitgliedschaft, die für Einzelpersonen 40€ und für Studenten 20€ pro Jahr beträgt. Näheres dazu in der Juni-Ausgabe von MUSEUM AKTUELL (ET: 20.7.2012)
Das im Jahr 2006 von Dr. Udo Liebelt (Karlsruhe) ins Leben gerufene und zusammen mit Dr. Toby Alexandra Hentschel (Hamburg) aufgebaute Projekt „Netzwerk Bürgerschaftliches Engagement im Museum“ (www.netbem.eu) beendet seine Tätigkeit. Wegen beruflicher Belastung der Mitglieder im Team, auch wegen finanzieller Probleme, kann das Projekt nicht fortgesetzt werden. Das Archiv des vom Netzwerk herausgegebenen netbem.eu Newsletter, dessen letzte Ausgabe (Nr. 19) im März 2011 erschien, kann bis Ende Juli d.J. eingesehen und herunter geladen werden: www.netbem.eu/Newsletter/Archiv. Museum der Bildenden Künste Leipzig erhält drei ValtatsTuesday, 26. June 2012Am 27. Juni 2012 übergeben Dr. Hans-Peter Bühler und Marion Bühler-Brockhaus im Beisein von Kulturbürgermeister Michael Faber dem Museum der bildenden Künste Leipzig drei Werke des französischen Malers Louis Valtat (1869–1952). Zur Eröffnung des Museumsneubaus am 4. Dezember 2004 hat das Sammlerehepaar Dr. Hans-Peter Bühler und Marion Bühler-Brockhaus dem Museum der bildenden Künste Leipzig 41 Werke französischer Kunst des 19. Jahrhunderts geschenkt. Diese „Schenkung Bühler-Brockhaus“, zu sehen im 3. Obergeschoss, macht auf einmalige Weise den Weg der französischen Malerei von der Schule von Barbizon bis zum Impressionismus nachvollziehbar. Aus Anlass des 70. Geburtstags von Dr. Bühler erweitert das Ehepaar nun 2012 seine Schenkung um zwei Gemälde und eine Plastik von Louis Valtat. Louis Valtat (Dieppe 1869–1952 Paris) gehört zu den französischen Künstlern der Jahrhundertwende, die sich einer eindeutigen Klassifizierung immer entzogen haben. Nicht mehr dem Impressionismus zugehörig und kein reiner Fauve, erlaubt sein künstlerisches Werk den Blick auf Zwischentöne. Mit einem lockeren Strich voller Eleganz und Spontaneität gemalt, changieren seine Gemälde zwischen Formreduktion und Ähnlichkeit. Archäologen der Universität Jena präsentieren eine Ausstellung zur Hochkultur am NilTuesday, 26. June 2012
Ägypten befindet sich im Umbruch. Kein Tag vergeht derzeit ohne Nachrichten über die ersten Wahlen nach der Diktatur, über Massendemonstrationen und Angst vor einer Machtübernahme durch das Militär. Doch selbst wenn die Zahl der Touristen, die jedes Jahr in Strömen das Land am Nil besuchten, eingebrochen ist, so hat die Ausstrahlungskraft der ägyptischen Kultur nichts verloren. Nach wie vor erscheinen die Pyramiden, Hieroglyphen oder Pharaonengräber vor dem geistigen Auge, wenn Städte wie Kairo, Gizeh oder Luxor im Raum stehen. Bereits Ende des 18. Jahrhunderts mit Napoleons Feldzug nach Nordafrika begann diese Ägyptomanie. Das ferne Land in der Wüste weckte bei so manchem europäischen Gelehrten und Adligen Abenteuergeist, Entdeckerdrang und Sammelwut. Viele ägyptische Artefakte gelangten so nach Thüringen. Doch die meisten schlummern inzwischen verborgen in Museumsmagazinen. Liebieghaus Frankfurt erwirbt Porträtbüste „Jean-Jacques Rousseau“ von Houdon (1741–1828)Tuesday, 26. June 2012
Das überaus qualitätsvolle Werk, das durch eine bemerkenswerte Wirklichkeitsnähe und eine erstaunliche Lebendigkeit überzeugt, entstand um 1780 und damit in der Blütezeit Houdons. Die mächtigsten Personen der Zeitgeschichte hat der Künstler porträtiert, darunter Politiker, aufgeklärte Fürsten, Schriftsteller, Kunstkritiker, Musiker und Naturwissenschaftler. Zu seinen prominentesten Modellen gehörten George Washington, Voltaire und Napoleon I. Wie kein anderer zeitgenössischer Bildhauer verstand es Houdon, die feinen Züge seiner Modelle und deren Charaktere zu erfassen. Die Büste zeigt den von einer Toga umhüllten Gelehrten in der damals modernen, antikisierenden Hermenform. Anstelle einer Perücke trägt Rousseau ein nach antiken Vorbildern um sein natürliches Haar gewundenes Haarband. Mit diesem „Band der Unsterblichkeit“ ausgezeichnet, stellte Houdon den geistigen Wegbereiter der französischen Revolution gleichsam in die Tradition von antiken Dichtern und Heroen. Meisterhaft modellierte der für seinen tiefgreifenden Realismus berühmt gewordene Künstler die ausdrucksstarken Gesichtszüge Rousseaus, die ausgeprägten Stirnfalten und seinen eindringlichen Blick. ------------------------------------------------------------ Unbekannte beschädigten in der Nacht zum 21. 6. Hans-Peter Feldmanns "David" vor dem LehmbruckMuseumTuesday, 26. June 2012
"Sehr schade, dass unser Duisburger David so beschädigt worden ist", kommentiert Raimund Stecker, Direktor des LehmbruckMuseums, den Vorfall. "Dabei steht doch dieser - wegen seiner bunten Schönheit gerade von Kindern so geliebte - David auch für den Mut von Schwächeren, die stolz darauf sind, vermeintlich Stärkere mit Geschick besiegen zu können... Doch er wird restauriert, damit man ihn nicht nur im Museum sehen kann, sondern auch mitten in der Stadt." Die 6 m hohe und mit Sockel etwa eineinhalb Tonnen schwere Replik auf Michelangelos sorgt seit ihrer Realisierung 2006 für großes Aufsehen. Nach Stationen vor dem Kölner Museum Ludwig und dem Künstlerverein Malkasten in Düsseldorf steht sie seit April 2010 in Duisburg an der Ecke Düsseldorfer Straße / Friedrich-Wilhelm-Straße. Der Ankauf und die Aufstellung waren durch das Sponsorings der Stadtwerke Duisburg ermöglicht worden. Der international renommierte Künstler Hans-Peter Feldmann (Jahrgang 1941) stellt mit seinen Arbeiten, die sich häufig aus alltäglichen Elementen und Motiven zusammensetzen, das kollektive Bildgedächtnis auf die Probe. Den Carrara-Marmor der David-Skulptur Michelangelos, Sinnbild der Republik Florenz und Signet für die europäische Skulptur der Neuzeit, eignete er sich an und ersetzte ihn durch gegossenes und leuchtend bemaltes Epoxidharz. Im vergangenen Jahr würdigte eine Retrospektive im Guggenheim Museum New York das Werk des Düsseldorfers. Bild: Der besprühte David mit Restaurator André Schweers (Museum) ---------------------------------------------------- Deltabeben. Regionale 2012 in MannheimTuesday, 26. June 2012Vom 22. Juli bis 2. September 2012 führen die drei Mannheimer Institutionen Stadtgalerie, Kunstverein und Kunsthalle mit dem „Deltabeben. Regionale 2012“ ein gemeinsames Ausstellungsprojekt durch, das sich als Spiegel der künstlerischen Vielfalt der Metropolregion Rhein-Neckar versteht. Im Wechsel mit dem Wilhelm-Hack-Museum und dem Kunstverein in Ludwigshafen werden alle zwei Jahre heimische Positionen aus allen Gattungen der bildenden Kunst – von der Malerei bis zur Performance – vorgestellt. Kunsthalle Mannheim: abstrakt, konkret oder dekonstruktivistisch Mit Bernhard Sandfort präsentiert ein seit Jahrzehnten etablierter Mannheimer Künstler ein auf die (Nicht)Farben Rot, Weiß und Schwarz reduziertes Gemälde nach Art der Konkreten Kunst. Der in Waghäusel ansässige Max Kosoric spielt mit dem Gegensatz zwischen individueller Gestaltung und Massenproduktion. Dem in großen Stückzahlen hergestellten Fabrikat Holzkohlegrill haucht Kosoric in seiner Skulpturengruppe „Die drei Damen vom Grill“ Leben ein. Aus dem industriellen Typus macht er den personalisierten Gegenstand mit individuellem Ausdruck. Die Ausstellungsteilnehmer im Einzelnen sind: Enrico Bach, Reiner Fuchs, Barbara Hindahl, Max Kosoric, Anabel Leiner, Wolfgang Rempfer, Bernhard Sandfort, Max Santo, Christian Schmid, Angelika Schröder, Julia Sinner, Marcia Raquel Székely und Magnus von Stetten. Stadtgalerie Mannheim: abstrakten Positionen Mannheimer Kunstverein: realistische und figurative Tendenzen SchülerInnen führen durch das Max Ernst Museum Brühl am 30. Juni und präsentieren ihre eigenen KunstwerkeTuesday, 26. June 2012Max’ & Meins - Max Ernsts Kunstwerke und meine Kunstwerke - lautet das Motto des Kooperationsprojekts zwischen dem Max-Ernst-Gymnasium der Stadt Brühl und dem Max Ernst Museum Brühl des LVR unter der Leitung von Gesa Eversmeyer (Kunstlehrerin am Max-Ernst-Gymnasium) und Dr. Anne-Cécile Foulon (Museumspädagogik am Max Ernst Museum). Am Samstag, 30. Juni kommt das Schulprojekt zu seinem Abschluss: Die Schülerinnen und Schüler führen durch das Museum. Ihre Arbeiten präsentieren sie in einer Ausstellung in der Zwischengalerie des Museums bereits ab Mittwoch, 27. Juni, und bis Mittwoch, 4. Juli 2012. Der Besuch dieser Ausstellung ist kostenlos.
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