Auf den Tag genau ersetzt wurde die bisherige, seit 17 Jahren geführte eMail-Diskussionsliste “demuseum” durch eine neue kostenlose Diskussionsplattform der HTW Berlin mit dem Namen “museums-themen”. An der HTW gibt es zwei Studiengänge, die sich mit Museumskunde befassen (http://mk.htw-berlin.de und http://mmk.htw-berlin.de ), und ein Rechenzentrum mit einem motivierten Postmaster (Stefan Zech). Das bedeutet zum einen, daß diese Plattform institutionell verankert ist und damit auch die nötige fachliche Kompetenz einbringt. Getragen wird die neue Liste derzeit vor allem von den Professoren Dorothee Haffner und Oliver Rump, anvisiert wird auch die Zusammenarbeit mit der Restaurierungsausbildung.
Ziel: eine friedliche Liste
Die neue Liste soll ausschließlich dem fairen, fachlichen Austausch dienen. Das bedeutet
- nicht nur, daß stets überlegt werden sollte, ob man nicht direkt statt über die Liste antwortet,
- sondern auch, daß - so die Netiquette https://lists.htw-berlin.de/mailman/listinfo/museums-themen - grundsätzlich auf dieser Liste keine persönlichen Angriffe, Maliziositäten, Unterstellungen etc. Platz (direkt oder in Anspielungen) finden.
Das ist ein inhaltlich bedeutsamer Schritt, denn in der demuseumsliste hatte deren aussagenarme Minimal-Netiquette dazu geführt, daß sich immer wieder offen oder latent aggressive Teilnehmer diese Plattform nutzten, um mithilfe von frei erfundenen Verstößen gegen die Netiquette andere Teilnehmer zu attackieren, um ihre eigene ideologische Sicht der Dinge durchzusetzen. Setzten diese sich dagegen zur Wehr, schoben sich persönliche Auseinandersetzungen vor den fachlichen Diskurs.
Was nicht in der Netiquette steht, aber beachtet werden sollte
Jeder, der sich auch in die neue “Museums-Themen”-Liste als Abonnent einträgt, kann an die registrierten Abonnenten Beiträge posten. Andererseits verpflichtet er sich damit, von allen (!) auch Beiträge zu empfangen. Dies wiederum bedeutet nicht, daß er sie öffnen, lesen und verstehen muß. Weder die Administratoren noch einzelne Mitglieder können von der Verbreitung über die “Museums-Themen”-Liste einzelne Empfänger ausnehmen. Wünscht jemand von bestimmten Mitgliedern keine Mails zu lesen, kann er diese – auch auf die Gefahr hin, damit Wichtiges zu verpassen - auf die Blacklist seines Mailsystems setzen, diese nicht öffnen bzw. ungelesen löschen.
Themen des Diskurses
Erlaubt sind alle museumsspezifischen Themen wie Ausstellungsankündigungen, Objektrecherchen, Restaurierungsfragen, Fragen zu EDV im Museum, Stellenangebote etc. Die Liste ist offen für jedes museumsbezogene Thema. Werbeemails ohne Museumsbezug sind nicht erlaubt.
Problematik fehlender AGBs
Die Betreiber haben die Liste ohne Rechtsrahmen gestartet. Dadurch, daß kein Archiv geführt wird, wurden sicherliche einige Streitfälle der Vergangenheit von demuseum strukturell ausgeklammert, dennoch sind solche AGBs dringend nötig, etwa um die Betreiber von Haftungsfragen freizustellen, um die internen und externen Administratoren an ein Rechtsverhältnis zu den Betreibern zu binden und der Netiquette – die letztlich nichts weiter als ein freiwilliger Codex ist – mehr Verbindlichkeit und den nötigen Rechtsrahmen zu geben. Daß das Internet kein rechtsfreier Raum ist, dürfte sich ja mittlerweile herumgesprochen haben. Durch den Umstand, daß diese AGBs nicht vorliegen, kann es dazu führen, daß die sich rasch eingetragen habenden Listenmitglieder (über das Wochenende bereits weit über 100) diesen später einmal gesondert zustimmen müssen.
Weitere Neuerungen
Anders als bisher ist es nun möglich, den Nachrichten Anhänge im Umfang bis zu 5 MB beizufügen. Das sollte für Stellenanzeigen o. ä. reichen. Die Betreiber haben zwar darum gebeten, keine Fotos zu senden, wir denken jedoch, daß hier auch Ausnahmen mit geringer aufgelösten Bildern gemacht werden sollten, z.B. wenn es um Bestimmungs-Mithilfen geht. Es verfügt ja nicht jeder über Server, auf die man Bilder parken kann.
Auch diese Liste ist zwar unmoderiert, aber die Arbeit der betreiberunabhängigen Administratoren
- Oliver Rump, HTW Berlin
- Bülent Gündüz, Friedrichsthal
- Christiane Kant, Berlin
- Nick Rudnick, Welzheim
haben folgende Rechte: Sie können Beiträge von Nicht-Mitgliedern der Liste freigeben, jedoch keinen Zugriff auf die Listenverwaltung, können also keine eMail-Adressen einsehen oder Einstellungen verändern. Die Listenverwaltung liegt ausschließlich in den Händen der HTW, damit bleiben die institutionelle Verantwortung und auch der Datenschutz, soweit möglich, gewahrt.
Zur Registrierung: https://lists.htw-berlin.de/mailman/listinfo/museums-themen ACHTUNG: Sie akzeptieren damit die Netiquette!
So posten Sie Nachrichten: museums-themen@lists.htw-berlin.de
So melden Sie sich wieder ab: https://lists.htw-berlin.de/mailman/options/museums-themen